Unser Lechstück ist im Wandel! Von einem prädestinierten Vertreter der Äschenregion hin zur Barbenregion. Der strompreisabhängige Kraftwerkseinsatz bringt unregelmäßige Strömungsverhältnisse mit sich und beeinflusst Flora und Fauna des Lechs. Um diesen Gegebenheiten Rechnung zu tragen werden Besatzmaßnahmen entsprechend geplant und durchgeführt.
In der Äschenregion existiert immer noch eine starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt, aber es gibt mehr Pflanzen als in der Forellenregion. Die Wassertemperatur steigt hier schon bis 15 °C, der Untergrund besteht aus Geröll und grob- bis feinkörnigem Kies.
Leitfisch ist: Äsche
Fischarten: Nase, Gründling, Schneider, Döbel, Quappe, Bachforelle, Lachse und Huchen
In der Barbenregion beträgt die Wassertemperatur um die 15 °C, der Grund besteht aus grobkörnigem Sand und feinkörnigem Kies. Die Fließgewässer (Spiegelbreiten) werden breiter und die Strömung ist nur noch schwach. Der Sauerstoffgehalt schwankt und ist geringer als in der Äschenregion. Die Uferzone ist vegetationsreich (mit Schilfgürteln).
Leitfisch ist: Barbe
Fischarten: Aland, Rapfen, Lachs und Streber, Hasel, Zährte, Rotauge, Rotfeder und Brachsen, Flussbarsch, Hecht, Zander und Aal sind bereits anzutreffen.
Der Huchen ist nach dem Leitfisch die bekannteste Fischart in der Äschenregion. Der König des Lechs ist vom Aussterben bedroht, da die fehlenden geeignete Laich- und Rückzugsgebiete seine Art gefährden. Um den Bestand des Huchens zu sichern werden jährliche Besatzmaßnahmen durchgeführt.
Die Äsche ist der Leitfisch unserer ursprünglichen Region. Mit der auffallend großen und gefärbten Rückenflosse ist sie einer der schönsten Vertreter der Salmoniden. Durch den starken Befall mit Kormoranen hat sich der Bestand Anfang der 2000er extrem reduziert. Nach der Regulierung des Kormoranaufkommens, erholt sich die Population der Äsche langsam wieder. Um dies zu unterstützen, sind auch Besatzmaßnahmen mit Äschen ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
Der Leitfisch der Forellenregion, die Bachforelle, fühlt sich auch noch in der Äschenregion wohl. Der Wandel hin zur Barbenregion hat aber die benötigten Kieslaichplätze schrumpfen lassen und die natürliche Fortpflanzung sehr erschwert. Um ihre Art zu erhalten werden jährliche Besatzmaßnahmen durchgeführt. Außerdem sind Maßnahmen zur Flussrenaturierung geplant.
Die Rutte, auch Aalrutte oder Quappe genannt, ist der einzige dorschartige Vertreter im Süßwasser. Sie tritt in klaren und sauerstoffreichen Still- und Fließgewässern auf. Der Bestand gilt als gefährdet, aber in unsrem Lechabschnitt erfreuen wir uns an einer sehr zahlreichen Population.
Durch den Wandel hin zur Barbenregion, sind die Gewässerverhältnisse zum perfekten Habitat für Zander geworden. Aus diesem Grund werden regelmäßig Zander gesetzt um unsere Fischfauna vielfältiger zu gestalten.